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Ausstellung im Liebieghaus: „Maschinenraum der Götter“

Wie unsere Zukunft erfunden wurde

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Die Ausstellung „Maschinenraum der Götter. Wie unsere Zukunft erfunden wurde“ im Frankfurter Liebieghaus stellt Thesen auf, die einen neuen, ungewohnten Blick auf die Antike ermöglichen.


Die Herausforderung

Die im Ausstellungskonzept entwickelten Thesen visuell und medial in den Raum übersetzen.


Unser Ansatz

Die frische Perspektive auf die Antike durch ein übergreifendes Grafikkonzept und den Einsatz multimedialer Technik sichtbar und erfahrbar machen.


Kompetenzen

Inszenierung, Gestaltung

Credits

Auftraggeber: Städel Museum / Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main

Grafikproduktion und Bau: Messegrafik & Messebau Schreiber e.K., Schmitten

Medientechnik: satis&fy AG, Karben

Licht: Stephan Zimmermann Lightsolutions, Oberursel

VON ANTIKEN AUTOMATEN BIS JEFF KOONS

Welche Rolle spielten die Naturwissenschaften in der antiken Welt? Dieser Frage geht die Ausstellung „Maschinenraum der Götter. Wie unsere Zukunft erfunden wurde“ nach und liefert Thesen für einen frischen, ungewohnten Blick auf die Antike. So zeigt die Ausstellung, dass die antike Welt, nicht nur in Kunst und Philosophie, sondern auch in Mathematik und Astronomie über ein umfassendes Wissen verfügte. Gleichzeitig zeichnet die Ausstellung nach, wie sich die Naturwissenschaften von der Antike bis in die Neuzeit entwickelt und verbreitet haben. Dabei wird die bedeutende Rolle des Orients für die Forschung deutlich. Für die Ausstellung hat das Liebieghaus 97 Exponate aus renommierten Museumssammlungen zwischen den eigenen Skulpturen-Beständen arrangiert. Darunter die imposante Marmorstatue des Atlas, der den Himmelsglobus trägt und Jeff Koons‘ „Apollo Kithara“, die Statue eines musizierenden Apollo. Durch die gezielte Platzierung der Leihgaben entstehen neue und überraschende Kontexte.

GRAFISCHES KONZEPT: VON DIAGRAMMEN INSPIRIERT

Die unkonventionelle Sichtweise der Ausstellung auf die Antike wird durch das von Atelier Markgraph entwickelte Grafikkonzept unterstützt. Die technischen Elemente in der Grafik sind von Diagrammen aus wissenschaftlicher Literatur inspiriert. Überproportionale Kreis- und Linien-Elemente verweisen auf Abstraktion, Analyse und mathematische Methoden. Der Ausstellungsraum erscheint selbst wie vermessen, wird zur begehbaren technischen Zeichnung.

Vinzenz Brinkmann, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter der Abteilung Antike und Asien im Liebieghaus, erklärt: „[…] ein dichtes Gewebe aus Grafik und medialen Komponenten, das durch das Frankfurter Atelier Markgraph entwickelt wurde, verbindet die isolierten Stränge, klärt die Abhängigkeiten und schärft den Blick für die in der Ausstellung entwickelten Thesen.“

FIGUREN-KARUSSELL MIT KINO-EFFEKT

Bereits in der Antike gab es Kino-Erlebnisse. Um diese These zu stützen, präsentiert die Ausstellung eine Wundertrommel (Zoetrop), die ähnlich einem Daumenkino funktioniert. Hierzu wurden zwei antike Bronze-Statuetten aus dem Metropolitan Museum of Art New York mit einem 3D-Drucker nachgedruckt. Die beiden Abbilder zeigen dasselbe Kind, das dasselbe Rebhuhn jagt in zwei aufeinanderfolgenden Bewegungsphasen. Die Figurenfolge wurde – ebenfalls mit 3D-Druck – zu einem Set erweitert und in einer Wundertrommel angeordnet. Dreht sich das Objekt entsteht in den Augen des Publikums eine Kino-Sequenz: Der Junge versucht immer wieder das Rebhuhn zu fangen – jedoch ohne Erfolg.

AUTOMATENTHEATER, DREHBÜHNE UND DER ERSTE COMPUTER

Eine Weltpremiere: Die Ausstellung lüftet das Rätsel um den „Mechanismus von Antikythera“. In jahrzehntelanger Arbeit ist aus antiken Bronzefragmenten, die aus dem Meer vor der griechischen Insel Antikythera geborgen wurden, eine hochkomplexe, zahnradgetriebene Apparatur rekonstruiert worden. Computeranimationen zeigen, wie die Rechenmaschine, Bewegungen von Himmelskörpern vorausberechnen und Sonnen- und Mondfinsternisse vorhersagen konnte. Kurator Vinzenz Brinkmann bezeichnet den Mechanismus als „antiken analogen Computer“.

Weitere antike Apparaturen, die Atelier Markgraph für die Ausstellung medial zum Leben erweckt hat: ein Mechanismus für eine Drehbühne in Kaiser Neros Palastanlage Domus Aurea und ein Automatentheater als Bühne für einen tragischen Sagenstoff.

Credits

Auftraggeber: Städel Museum / Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main

Grafikproduktion und Bau: Messegrafik & Messebau Schreiber e.K., Schmitten

Medientechnik: satis&fy AG, Karben

Licht: Stephan Zimmermann Lightsolutions, Oberursel

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