Dass Städte bedeutende Bauwerke rekonstruieren, ist kein seltener Vorgang. Die Wiederherstellung und Neu-Interpretation einer gesamten Altstadt – wie nun in Frankfurt am Main geschehen – ist jedoch eine Besonderheit, die auch einer überraschenden Eröffnung bedarf.

Anlässlich der feierlichen Einweihung der „Neuen Altstadt“ (28. – 30. September 2018) spielen am 29. September um 21:45 Uhr LED-Drohnen die Hauptrolle in der Inszenierung „Sternenbilder – Eine Symphonie für die Frankfurter Altstadt“. Bei unserer Drohnen-Choreographie verschmelzen direkt über dem Main Lichtspiel, eigens komponierte Musik und Sprach-Passagen zu einer Hommage an Frankfurt. Im erzählerischen Zentrum der „Sternenbilder“ stehen neben herausragenden Persönlichkeiten und Figuren der Stadt auch prägende Ereignisse und Landmarks.

„Frankfurt ist ein Ort der Vielfalt und Kontraste. Hier wird seit Jahrhunderten souverän Dialog gelebt und gefeiert. Auch in der neuen Altstadt sind überall Spuren dieser kontrastreichen Stadt-Identität zu finden,“ beschreibt Stefan Weil unser geschäftsführender CCO den konzeptionellen Ansatz. „Wir nutzen die neueste Generation von Technik für eine ikonografische Performance, die dieser weltoffenen Haltung Frankfurts in poetischen Bildern die Ehre erweist. Der Main, Lebensader der Stadt, ist die perfekte Bühne dafür.“

Die anspruchsvolle Flug-Choreografie der Drohnen stellt eine besondere Herausforderung dar: Denn die Sternenbilder, die sich durch deren Positionen ergeben, sollen aus möglichst vielen verschiedenen Perspektiven erkennbar sein. Vor der nächtlichen Mainkulisse werden die Flug-Formationen der Drohnen begleitet durch die skulpturalen Lichteffekte verschiedenfarbiger Sky Beams. Der Soundtrack der Inszenierung nimmt den Dialoggedanken musikalisch auf: Sebastian Hohberg und Jan Mayerhofer von hoerfeld kreierten eigens für diesen Anlass eine Fusion aus Klassik und Elektronik. So interpretieren Teile der Komposition den prägenden Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann neu, der zeitweise in der Frankfurter Altstadt lebte. Die eingebetteten Zitate stammen aus der Feder des wohl berühmtesten ehemaligen Altstadt-Bewohners, Johann Wolfgang von Goethe – seinerzeit ein glühender Verfechter der Vielfalt. Er ist eine der Stimmen in der Symphonie für eine kontrastreiche Stadt-Identität , von der die „Sternenbilder“ ein narratives Spiegelbild erzeugen.

Auftraggeber:
Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF)

Künstlerische Gesamtleitung:
Atelier Markgraph

SprecherInnen:
Gergana Muskalla & Stéphane Bittoun

Umsetzungspartner:
bright!, Hoerfeld, SKYMAGIC

Markenpartner:
Lufthansa, Mainova, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

Dokumentationsfotos:
Kristof Lemp, Darmstadt
Ralph Larmann, Hadamar
Frank Baudym Böhl-Iggelheim